Brittas Weg zum Kartenlegen
Wie viele übersinnlich begabte Menschen, die über feien Antennen verfügen und die Gefühle anderer Menschen leicht erkennen können, hatte auch ich eine beschwerliche Kindheit. Wir hellseherisch begabten Menschen neigen dazu, uns viel emotionale Last aufzubürden, den Kummer anderer mitzutragen und uns emotional ausnutzen zu lassen.
Dies setzte sich leider auch in meiner Ehe fort.
Beruflich hatte ich damals noch wenig mit den Karten zu tun, ging aber selbst immer wieder zu Kartenlegern und Kartenlegerinnen, um nach Lösungen für meinen Kummer zu suchen.
Nach der Schule besuchte ich eine Modelschule und arbeitete daraufhin viele Jahre sehr erfolgreich als Fotomodell und Mannequin. Auch eine kaufmännische Ausbildung machte sich bezahlt, denn so konnte ich nebenberuflich Büroarbeit erledigen.
Das Kartenlegen ging mir jedoch nicht aus dem Sinn und der Wunsch, diese Kunst nach einiger selbst zu erlernen, wuchs. Allerdings gehörte diese Kunst zu jener Zeit zu den Dingen, die man eher im stillen Kämmerlein weitergab. Es gab wohl das eine oder andere Lehrbuch, doch um an einem richtigen Kurs teilnehmen zu können, musste ich schließlich regelmäßig von meiner Heimat Stuttgart ins hessische Frankfurt fahren, wo ich jedes Mal ganze 5 Stunden am Stück lernte, damit sich die Anreise lohnte. Meist schlief ich danach auf dem Heimweg im Zug ein, denn der Unterricht war anstrengend, der Zeitaufwand groß und der Preis für die damaligen Verhältnisse unbeschreiblich teuer. Diese Ausbildung habe ich mir damals buchstäblich vom Munde abgespart.
Selbstverständlich ging dies nicht ohne tägliches Üben ab. Ich wollte je schließlich eine gute Kartenlegerin werden und ein feines Gespür für die Karten entwickeln.
Als ich mich nach der Ausbildung endlich sicher genug fühlte, schaltete ich mein erstes professionelles Inserat in der Zeitung.
Dabei habe ich meine ersten beiden Kunden noch heute in guter Erinnerung, denn sie gaben mir, was mir noch fehlte: Vertrauen und das Gefühl, meine Sache gut zu machen.
Um nichts zu übersehen ging ich zu Beginn sehr langsam und bedächtig vor. Heutzutage analysiere ich eine Situation innerhalb weniger Minuten, zu Beginn meiner Karriere benötigte ich noch über eine Stunde.
Zurück zum 1. Kunden: Als die Beratung zu Ende war, sagte der Kunde, er sei schon bei vielen Kartenlegern gewesen und ich hätte von allen das meiste gesehen. Er lobte mich in den höchsten Tönen und mein damals noch sehr unsicheres Kartenlegerherz hüpfte vor Freude. Offensichtlich waren all die Dinge, die ich gesehen hatte, wahr und beschäftigten den Kunden schon geraumer Zeit. Dank meiner Hilfe fand er nun den Mut, die Dinge in Angriff zu nehmen.
Bei der zweiten Kundin handelte es sich um eine telefonische Beratung. Nachdem ich die Kartenlegung beendet hatte, bot mir die Kundin spontan an, mir zu helfen, die besten Plätze und Zeitschriften für Inserate zu finden. Offensichtlich war sie so begeistert von meinen Fähigkeiten, dass sie mehr Menschen zu einem solchen Ereignis verhelfen wollte.
Selbstverständlich nahm ich das Angebot begeistert an und Dank der hilfreichen Tipps erweiterte sich mein Kundenstamm innerhalb kurzer Zeit.
Von der Kartenlegerin zur Autorin und Verlegerin
Neben dem Kartenlegen gab ich im Laufe der Zeit selbst immer mehr Kurse für interessierte Kartenfreunde. Zur damaligen Zeit war der Markt für Lehrbücher zum Thema Kartenlegen sehr beschränkt und die meisten Werke befassten sich mit den Tarotkarten. So entschloss ich mich, selbst zur Feder zu greifen und meinen Lenormandkarten -Kompaktkurs zu schreiben, der bis zum heutigen Tag erhältlich und der Bestseller des brika-Verlages ist.
Auch privat hatte ich immer wieder Glück. Mein großer Dank geht an meine ganz liebe Freundin Kay, die mich mich in guten und schlechten Zeiten begleitete und mir half, meine zahlreichen Bücher zu schreiben.
Wie viele andere meiner Bücher ließ ich auch den Kompaktkurs in7 Sprachen übersetzen. Kurz nachdem der Kompaktkurs erschienen und Dank Amazon weltweit erhältlich war, rief mich mein alter Kartenlegermeister, bei dem ich gelernt hatte an und sagte: „Abschreiben gilt nicht“.
Im ersten Moment war ich sehr erschrocken, bat ihn dann aber nicht nur nach dem Titel zu gehen, sondern sich das Buch und mein System genau durchzulesen. Das Buch selbst schickte ich ihm persönlich zu.
Ein paar Tage später erhielt ich einen weiteren Anruf von ihm. Er entschuldigte sich und erklärte, ich hätte tatsächlich nicht abgeschrieben.
Danach entstanden weitere Bücher, als Taschenbücher und E-Books, die auch in meinem Shop www.Kartenlegekurse.de sowie als Taschenbuch bei Amazon erhältlich sind.
Wir werden alle nicht jünger und irgendwann erreichte ich den Punkt, an dem mir Seminare mit ganzen Gruppen zu anstrengend waren. So entschloss ich mich, meine Selbstlehr- und Fernkurse auf den Markt zu bringen. In diesen Kursen und auch in den E-Books steckt mein ganzes Wissen, das ich Ihnen von Herzen weitergeben möchte.
Hilfreiche Hände und gute Freunde
Einige Zeit später ich war unzufrieden mit dem Auftritt von meinem Webshop, wusste aber nicht, wie ich die Seite verbessern sollte. Da kam mein langjähriger Freund Dirk auf mich zu und bot mir an, meinen Shop mit seinem Fachwissen auf den neuesten Stand zu bringen. Überglücklich sagte ich zu. Auch meine Webseite, die etwas in die Jahre gekommen war, wurde mit Hilfe meiner Freundin Kay und ihren Ideen wieder modernisiert und übersichtlicher gestaltet. Da wir ähnlich denken und sie sofort versteht und umsetzt, was ich möchte, ging diese Arbeit leicht und ohne viele Worte von der Hand.
Lieber Kunde, liebe Kundin, es würde mich freuen, wenn Sie öfter auf meiner neu gestalteten Webseite brittaslenormandblog.jimdofree.com vorbeischauen!
Kleines Schlusswort:
Wenn ich zurückblicke war mein Leben zwar teilweise hart, beschwerlich und von Kummer überschattet, aber auch geprägt von Glück und Freude mit meinem Enkel Tobias und meinen Freunden und Kunden, die ich durch die Arbeit mit den Karten, kennengelernt habe. Bis heute! Ihre Britta Kienle
Esslingen am Neckar: Die Heimat des Brika-Verlags